Aus Wut zur Trauer

Aus Wut zur Trauer
14.Januar 2011

Endlich war es vorbei, das kalte, trübe und regnerisches Wetter, das ein Chaos in Blacksberry City anrichtete. Fortbewegen kann man sich nur noch mit einem Gummiboot, die vom Rettungsdienst ausgeteilt wurden. Das einzige Lebensmittelgeschäft hat durch den Druck des Wassers den Stand verloren und ist zusammen gebrochen. Seitdem kümmert sich auch hier der Rettungsdienst drum, damit wenigstens der Kampf zum Überleben nicht so hart ist. Man könnte meinen, es seie das größte Schwimmbad mit einer tollen Strömung, doch damit täuscht man sich. Sie riss schon viele Menschen, vor allem Kinder mit sich, die diese Strömung übersetzen und bei dieser Hitze eine Planschpartie machten, doch für sie endete sie tödlich. Der Plansch in den Tod.

Auch der kleine Alessandro hat sich mit dieser Strömung überschätzt. Er konnte sich nicht mehr retten, als er von dem Boot mit seiner Mutter ins Wasser springte, um eine Abkühlung zu genießen. Gerade als seine Mutter ihm noch nach schreien wollte, das er dies seien lassen solle, war es schon zu spät. Die Spritzer vom Wasser flogen ihr ins Gesicht, doch ohne Nachzudenken sprang sie hinterher um ihren Sohn festzuhalten. Mit ihrem Sohn in der rechten Hand, versuchte sie sich an einer Laterne, fest zu krallen. In Sekundenschnelle war ein Rettungsschiff da, das dann beide mit auf ihre Station nahm, und stundenspäter auch wieder nach Hause. Der einzige Ort wo sie noch hin konnten war das Obergeschoss, wo auch die Mutter sich nach einen längerem Streit ins Wohnzimmer saß und zum Beruhigen ihr Buch nahm um dieses weiter zulegen. Der Sohn verkroch sich währenddessen in sein eigenes Zimmer, da direkt daneben lag. Er nahm sich die Malstifte mit und wollte ein Bild malen, was aus seinen Gefühlen kam. Man konnte das Bild sehen, wo er sich und seine Mutter malte, wie er gerade gerettet wird. Alessandro holte sich aus dem Bad einen Lippenstift und ging wieder in sein Zimmer. Dort kniete er sich vor dem Doppelbett, wo sich Mutter und Sohn das Zimmer teilten. Er malte auf das Bettlaken ein großes Herz in dem Stand "ich liebe dich Mami". Dies wollte er nun stolz seiner Mutter zeigen, die immer noch wütend war auf ihn, da er ihr Reden ignorierte. Seine Mutter kam ins Zimmer und sah sofort das Gekritzelte auf dem Bettlaken. Sie fing sofort an zu schreien, so laut, das die Tauben aus Schreck von der Fensterbank wegflogen. Alessandro fing an zu weinen, doch sie ignorierte das und schrie immer weiter. Doch dann prügelte sie auf ihren Sohn ein. Er blutete plötzlich los und dann bemerkte erst seine Mutter, er seie bewusstlos. Doch dies war zu spät...

Man konnte feststellen, das er an einem Herzstillstand starb. Er verlor sein Leben, sie ihren Sohn. Man stecke sie in eine psychiatrische Behandlung. Selbst auf die Beerdigung ihres eigenen Sohn kam sie nicht, obwohl sie diesen Freigang hätte nutzen können. Sie verlor ihr Sohn, nur weil sie ihre Wut nicht beherrschen konnte, die dann in Trauer wandelte.